Donnerstag, 10. Oktober 2013

Tag 10: Was ist Dein Lieblings-Kaufabenteuer?

Und wieder eine schwierige Frage: Es gibt einfach so viele gute!


  • Cthulhu: Orient Express - mitunter mit Fussballfeldgrossen Plotlöchern, im deutschen mit viel zu viel Hintergrundinformationen, aber trotzdem bombig.

  • A Rough Night at the Three Feathers Inn - Aus einem White Dwarf, nachgedruckt in "The Restless Dead" und ner handvoll anderer Warhammer Fantasy Roleplay 1 und 2 Abenteuersammlungen. Gruppe übernachtet in einer Landschenke in der gleichzeitig mehrere Plots passieren und die Charaktere kriegen alles ab, hervorragend.

  • Traveller: Signal-GK - hat sehr spannende Elemente und einen prima-Plot, muss ich nochmal rausgraben
  • Age of Worms Kampagne Teil 1: The Whispering Cairn aus Dungeon 124 - mal ein richtig gutes Dungeon. Spannend - abwechslungsreich - unterhaltsam.
  • Citystate of the invincible Overlord. d20 Version. Eine richtig. geile. große. Stadt. "Evil", mit einem fiesen Herrscher und entsprechenden Institutionen. Nicht so ne Weichspülerkacke wie die übliche Fantasy-Tingeltangel-Shanty-wirsindallenett-Stadt.


und und und, die Liste könnte ich noch tagelang weiterführen … :)

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Tag 9: Was ist das verrückteste was Dir beim Rollenspiel passiert ist (Outgame)?

… das verrückteste in den Jahrzehnten Rollenspiel war wohl neulich, als ein recht neu hinzugestossener Mitspieler meinte, mich übelst beleidigen zu müssen und meine SL-Fähigkeiten krass in Frage zu stellen, weil ich ihn aus einer Spielrunde rausgenommen habe, weil seine Art zu spielen extrem gruppenzerstörend und anstrengend war.
Offensichtlich sieht er Rollenspiel als eine Art selbstinszeniertes Kleintheater an während meine Mitspieler und ich das eher als ein spannendes Kinostück mit hoffentlich guter Besetzung und Tophandlung ansehen.
Glücklicherweise hatte ich die Restmitspieler auf meiner Seite - wie einige Diskussions- und Fragestunden danach ergaben -, und der selbsternannte Rollenspielerklärer (meine Runde war glaube ich seine 2. Spielrunde ...) verschwand in der grauen Masse ehemaliger Mitspieler, die sich im Laufe der Zeit so bildet.

Was lustiges verrücktes wäre mir auch lieber gewesen.

Dienstag, 8. Oktober 2013

Tag 8: Was ist das verrückteste was Dir beim Rollenspiel passiert ist (Ingame)?

Uff, schwierige Frage - so viel Jahre, so viel Spiele ...

  • Paris, 1924, Frühjahr/Winter. Kalt und nebelig ist es, gefrorener Schnee bedeckt die Natur. Die Investigatoren flüchten vor unheimlichen roten Augen aus dem Dunkel der Nacht in das wohlige Warm eines Anwohners. Kurzes Aufwärmen am Kamin. Wunderliche Kratzgeräusche an der Eingangstür, ein Investigator forscht nach. ... Eisblumen bilden sich an den Fenstern neben der Tür, Kälte dringt durch das Holz und bringt die Tür zum knacken und knarzen, Kältenebel dringt unter der Tür durch. Dann ein Klopfen an der Tür - erst verhalten, dann stark. Investigator: "Herein" ___ Tür zerbirst, weisse Haut blitzt auf, rote, hungrige Augen, Gemetzel :)


  • Arkham, ~1927. Im Dunkel eines nicht mehr genutzten Theaters. Ein fauliger Geruch liegt in der Luft, die Lampen der Investigatoren schaffen es nur mühsam, das Dunkel zu vertreiben. Dann fallen die Lichter aus. Alle. Gleichzeitig. Ein lautes Knirschen ist zu hören, als würde etwas schweres die Lehnen der Sitzreihe vor den Investigatoren belasten. Investigatorin rennt um ihr Leben. Im Stockdunkel. Zwischen Stuhlreihen. Orientierungswurf perfekt, direkt vor der dunklen Wand 90 Grad nach links, die leichte Schräge des Theaters hoch. Hinter sich schwere Schritte mit einem schleifenden Geräusch, als würden lange Klauen das Laufen des Verfolgers behindern. Anderer Investigator zielt im dunkeln "grob in die Richtung" und verteilt den Tod aus Blei. Kreatur versucht Investigatorin zu folgen: Kritischer Fehler, knallt an die Wand. Schütze zielt auf Geräusch - kritischer Erfolg. Würfelt Schaden: Maximal ... ein unerwartetes Ende dieser Begegnung.

Montag, 7. Oktober 2013

Tag 7: Erzähl von Deinem Lieblings-Rollenspielcharakter

Ich bin meist SL, deswegen habe ich nicht allzuviel Charaktere, auf die ich zurückgreifen kann - ausser natürlich auf Charaktere anderer Spieler.


Den Char, den ich selber mal gespielt habe und den ich besonders mochte war der bereits erwähnte Midgard Einbalsamierer-Greis. Faul, sexistisch, reich, mit einer handvoll Amazonenkriegerinnen, die ihn bewachten - hat er immer gerne von seinem Beruf erzählt.

Der Charakter von einem Mitspieler, der mir sehr gut gefiel war Monsieur Vollodimert (oder so) - ein Weltkriegsveteran aus Frankreich, der mit seiner Flinte Südamerika und Arkham in den 20ern unsicher gemacht hat.

Unterm Strich kann man sagen, dass erst aussergewöhnliche Charaktere hängen geblieben sind, der Standardkram, der hundertste austauschbare Krieger, sind verschwunden. Irgendwo abgeheftet in der Mappe für alte Charaktere (wenn ich so ordentlich wäre ...). Erst die besonderen vergisst man nicht :)

(Illustrationen: www.janreiser.de - vielen Dank!)

Sonntag, 6. Oktober 2013

Tag 6: Was für einen Würfeltyp verwendest Du am liebsten?

Jetzt werden die Fragen langsam absurd.

Die einzig richtige Antwort hierauf wäre: Den, der gut würfelt.

Gut aussehen kann er auch. Und lesbar sollte er sein. Gut in der Hand liegen, nicht zu scharfkantig, und schön abrollen.

Die Form oder der Zahlenbereich ist mir total egal, wenn das System ein W6 braucht ist es ok, wenn es mit Prozent arbeitet auch fein. Abneigungen hab ich keine.

Interessant sind die unterschiedlichen Interpretationen gleicher Würfelarten. Nehmen wir mal W%: Cthulhu/RuneQuest/BRP zum Beispiel: Man hat einen Skillwert in %, würfelt drauf mit oder ohne Boni und versucht es zu schaffen. hmm. Rolemaster: GLEICHER Skillwert, ähnliche Boni, man würfelt W% und addiert den Skillwert und die Boni und schaut sich das Ergebnis an.


Gleiches Prinzip nur komplizierter? Ganz und gar nicht. Möchte ich bei herkömmlichen %-Würfen eine Qualität des Wurfes haben ("Ha!, 30 drunter! Bringt das was?") muss ich subtrahieren oder gar teilen (beispielsweise: besonderer Erfolg bei 1/5) bei Rolemaster können nach dem (üblicherweise für mathematischbefreite einfachere) Addieren der Werte und Würfel alle Ergebnisse miteinander verglichen werden. Man weiß nach nur wenig Erfahrung ab welchem Ergebniswert es besonders gut gelungen ist. 111=guter Erfolg, So in der Art.



Meine allumfassende Antwort wäre also; Nicht auf den Würfeltypen kommt es an, sondern auf das, was das System daraus macht :)

Impressionen ins Rollenspiel übernehmen … oder es zumindest versuchen


Cooles Bild im Netz gefunden - Forscher haben in China eine natürliche Höhle einer Größe erforscht, die dank ihrer Größe und Atmosphäre sogar eine eigene Wolkenbildung hat ...

Bilder wie dieses, Impressionen aus Filmen (Gravity's Bilder der sich langsam drehenden Erde z.B.), Elemente aus Büchern und natürlich Geräusche, Erlebnisse aus dem real-life (Die extrem komplexe Mechanik, die ungeheure Dampfentwicklung in der Morgendiesigkeit und das ungewohnte Geräusch der Dampflok, die vor kurzem hier vorbei gefahren ist) - immer wenn ich einen wow-Effekt habe, versuche ich mir zu merken, was mich dabei besonders gefesselt hat.

Kommt es dann im Spiel zu einer ähnlichen Situation (Die Abfahrt des Orient Expresses im frühen Morgen aus den maroden Hallen eines alten Bahnhofs) lasse ich diese Informationen wieder einfliessen. Wollen die Spieler weitab vom Weg von Bree Richtung Rohan vorstoßen vervielfachen sich die Reisezeiten und Orientierungswürfe ... ging mir beim freien Wandern im Gebirge fernab der Zivilisation nicht anders.

Für die alten Hasen unter Euch sicher nichts neues, aber vielleicht hilft es dem ein oder anderen Spielleiter-Anfänger mehr Stimmung im Spiel zu erzeugen und die Glaubwürdigkeit seiner Erzählungen zu erhöhen. 

Mal sehen, wo ich die Höhle unterbringe ...

Samstag, 5. Oktober 2013

Tag 5: Was ist Deine Lieblings-Rollenspielklasse?

Noch ne komische Frage.

Ich mag komplexe magische Klassen, aber auch schwache und wunderliche, wenn sie denn gut gespielt sind. Mich öden Spieler an, die Klassen nur nutzen, um einen stärkeren Charakter zu bauen, aber diese nicht dem Beruf/der Klasse entsprechend spielen. Erbärmlich :) - bisher habe ich beispielsweise noch nicht einen Assassinen-Charakter gesehen, der den Namen wirklich verdient hat :)

Gerne mag ich Eigenkreationen, hatte mal in einer Midgard-Kampagne einen greisen Einbalsamierer aus Midgards Ägypten gespielt, der war schon sehr schräg ...