Mittwoch, 2. Oktober 2013

Fröhliches Kollegen-Quälen

Decisions, decisions …

Ein paar meiner Kollegen haben genug von meinen Erzählungen über geopferte Investigatoren, zerrissene Priester, Vampirangriffe, Asteroidenhatz, Null-G-Akrobatik, Oger-Palaver und Five-Deadly-Traps-on-an-afternoon ... und wollen auch mal Rollenspielen.

Aber was? Traveller? Dungeon Crawl Classics (Vier gehen rein, einer geht raus) (vielleicht)? Cthulhu? Fantasy? Irgendwas für alle begreifbares, nicht zu technisch (...), mit wenig Erklärung begreifbar. Bekannt. Tolkien.

Mittelerde ist es also. MERP natürlich. Oder? Oder doch The One Ring? MERP liegt mir irgendwie nah, ebenso wie Rolemaster, aber TOR ist natürlich verlockend. Neu, schneller, nicht so abstrakt wie MERP ... mal reinlesen.

Aber MERP ist so umfangreich: Tonnen von Material, Hintergründe, Zeiten, Orte, Charaktere, Schauplätze, Abenteuer ...

Uii, ein TOR-Editor ...

Mord In Baldur's Gate

Na das ist doch mal nett... Keine Ahnung ob ich jemals D&D Next umarmen werde (hab noch ein Billy voller 3.5 Bücher zuhause die "spiel mich, spiel mich" schreien) aber für umme ist das auf jeden Fall ein guter Deal:



Tag 2: Was ist Dein Lieblings-Regelsystem?

Wie spät haben wir denn gerade? Das schwankt bei mir sehr häufig, je nach Gusto.

Ich leite momentan:

  • Trail of Cthulhu
    • Eine für meinen Geschmack sehr gute Möglichkeit seinen Spielern den Schrecken nahezubringen. Ich mag Pegasus' Cthulhu wirklich gerne und helfe ja auch mit, dieses Spiel gut auf den Markt zu bringen - als SL bevorzuge ich Trail.

  • Castles & Crusades
    • So eine Art "3.5 meets AD&D1" - schnell, einfach, simpel, definitiv D&D, gut zu spielen, leicht zu lernen. Hat nicht die Eleganz eines 13th Age, nicht die Komplexität von 3.5, aber auch nicht das Chaos von AD&D. Und ist kompatibel - was will man mehr :) 

  • 13 Manns Traveller
    • Yes, exzellente Weiterentwicklung des alten Traveller, so wie ich es immer gerne gespielt habe und so wie es in meinen Augen "sein sollte". Ach ja, und ich bin Produktmanager. :-D


Dummerweise schwankt wie gesagt mein Interesse häufig, kombiniert mit einer umfangreichen Bibliothek führt das zu wilden Spielwünschen, die oft genau so schnell wieder vergehen wie sie gekommen sind. Momentan interessiert mich eigentlich mal (wieder)

  • Orpheus
  • Rolemaster Classic
  • 13th Age
  • Conan d20
  • GURPS
  • MERP
zu spielen. Naja, mal sehen

Dienstag, 1. Oktober 2013

Zwei Neuheiten des Tages.

  1. Das neue deutsche Traveller Grundregelwerk, portabel, ist endlich aus der Druckerei angekommen, bin schon sehr gespannt …
  2. Mein FLGS hat mal wieder eine Bestellung für mich parat … was will man mehr, noch mehr Pathfinder (und irgendwann werde ich es auch mal spielen ...)

#31TageRPGQuest

Ich schmeiss mich auch mal an den 31 Tage Quest, der heute beginnt - endlich mal ein guter Grund mit diesem Blog über meine Rollenspiele zu beginnen - ich erlaube mir hier, ein wenig mehr auszuholen und weiter auszuführen :


Tag #1: Wie bist Du zum Rollenspielhobby gekommen?

'84, ich war 16, hat sich mein ältester Bruder die DSA Box gekauft (die mit der lächerlichen Maske aber immerhin mit dem unzensierten "Silvanas Befreiung" drin) und nahezu direkt an mich weiter verschenkt. Bald darauf in der Schule den ein oder anderen Rollenspieler kennen gelernt, und direkt in eine Midgard-Gruppe mit eingestiegen. Parallel dazu haben wir DSA und Traveller (das ich immer noch spiele) gespielt - z.T. 2-3 mal die Woche. 

Das ging so 3-4 Jahre bis Zivildienst und Studium. Im Zivildienst haben wir mit Krischan parallel zu unseren anderen Runden viel MERS und Rolemaster2
gespielt. Krischan, ein exzellenter Spielleiter, musste unter uns Noobs und unseren dämlichen Ideen ziemlich leiden und mehr als einmal haben wir seine sorgsam ausgearbeiteten Szenarien durch totalen Stuss zerstört. Ich hoffe er verzeiht mir im Nachhinein :-) Krischan hat mich auch an die SPIEL gebracht - das müsste 88 oder 89 gewesen sein, die ich seitdem jedes Jahr besuche.

Im Studium herrschte erstmal gähnende Leere, weit und breit kein anderer Rollenspieler (opa-modus: "jaja, so war das damals"). Musste viele neue Gruppen starten, haben oft gespielt und schließlich sogar 3 kleine CONs veranstaltet (Chaos-CON 1-3, etwa 100-200 Besucher), bei denen meine Mitspieler viele der erst-SLs waren. 

In den Jahren des Studiums sind wir oft zu anderen CONs und Spielertreffen gefahren, so auch zur STARD, dem "Spielertreff aller Rollenspieler Deutschlands" - DEM Rollenspiel Event in den 90ern, soweit ich weiß veranstaltet von den LAURIN/Citadel Leuten, dem MERS- und Zauberzeit-Verlag (Bis - so sagt man - jemand mit der Kasse ... naja, Gerüchte). Dort VIEL neues gesehen und kennengelernt - unter anderem auch RuneQuest und WFRP1.

In der Zeit des Studiums haben wir so viele verschiedene Spiele gespielt, dass es den Rahmen hier locker sprengen würde, die alle aufzuführen. Sehr coole Systeme waren dabei - meine ersten Cthulhu-Erfahrungen hab ich da unter einem sehr netten SL gesammelt –, aber auch sehr exotische. Und viel viel GURPS.

Dann kam die Zeit des Arbeitens und zu Beginn dadurch auch weniger Zeit fürs Spiel. Alle paar Monate mal ein langes Wochenende und eine regelmäßige Cthulhu-Runde mit Frank als SL (ja, dem Frank) hat mich in der ersten Zeit über Wasser gehalten :)

Dann an den Rhein umgezogen und seitdem (mehr oder weniger) regelmässig gespielt, momentan ein Termin pro Woche mit 4 wechselnden Runden. Fixe Termine (Cthulhu alle 2 Wochen Mittwoch) sind dabei die einzige Möglichkeit gewesen, eine gewisse Häufigkeit der Spielrunden einzuhalten - alles andere, Terminabsprachen, ad hoc Treffen, etc. - hat nicht funktioniert.

Ein wenig abgeschweift, man möge mir verzeihen. Morgen geht es weiter. mit dem 31 Tage RPG Quest